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  Kirche im Spiel

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Rund ums Spiel

Zwangsprostitution während der Fußballweltmeisterschaft 2006

Der Fußballfan ist überwiegend männlich. Höhepunkte sind die Spiele, aber sie dauern nur 90 oder 120 Minuten. Dazwischen wollen viele Fans etwas erleben. Kein Wunder, dass die Profiteure des käuflichen Sex da gute Geschäfte wittern. Und für die Zeit der WM sozusagen Reserven mobilisieren.

Schon im Vorfeld der WM wurde so einer breiten Öffentlichkeit endlich ein Problem bewusst gemacht , das vielen bisher kaum bekannt war: Zwangsprostitution bei uns. Mädchen und Frauen werden in ihren Heimatländern mit falschen Versprechungen und Drohungen - oft sogar gegen ihren Willen - gefügig gemacht, nach Deutschland oder Europa gebracht und hier zu sexuellen Handlungen gegen Bezahlung genötigt. Das ist eine klare und zu ächtende Menschenrechtsverletzung und nicht Geldgier dieser Frauen, sondern moderne und brutale Sklaverei. Viele , viele Leidensgeschichten, die der Freier nicht kennt oder auch nicht wissen will. Jetzt weiß er mehr!

Dafür sorgten u.a. Gremien der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), in Zusammenarbeit mit dem Sportbeauftragten beim Deutschen Fußball-Bund und beim Organisationskomitee der FIFA . Siehe:
www.ekd.de/synode2005/beschluesse_zwangsprostitution.html.

Informationen zu weiteren Kampagnen in diesem Zusammen­hang finden Sie unter.

Aktion Volltreffer
"Kein Krieg mit Kindern".

Weltweit werden derzeit vor allem in Afrika mehr als 300.000 Kinder als Soldaten eingesetzt. Sie werden entführt, unter Drogen gesetzt und im Töten ausgebildet. Und wenn ihre skrupellosen Auftraggeber sich davon machen oder umkommen, wenn der Bürgerkrieg endet, dann zeigt sich erst die ganze Tragweite dieses Menschenmissbrauchs. Gefügig und gefühllos gemacht, führungs- und orientierungslos müssen diese Kinder weitermachen, irgendwie, um zu überleben. Solange noch Munition für die Waffe überm Arm da ist, macht man weiter. Und eigentlich können sie nichts dafür. Aber es gibt Alternativen! Die ökumenische „Aktion Volltreffer“ will in sieben europäischen Ländern auf diesen Missbrauch von Kindern und auf Möglichkeiten ihr Schicksal neu zu orientieren aufmerksam machen.

Unter dem Motto "Auf Tore schießen statt auf Menschen" findet dazu vor und während der WM eine Kampagne statt. "Sport- vor allem Fußball -hilft vielen traumatisierten Kindersoldaten, Lebensfreude und Selbstwertgefühl zurück zu gewinnen. Mit Blick auf die Fußball- Weltmeisterschaft 2006 organisieren daher evangelische und katholische Hilfswerke Veranstaltungen. Ihr Ziel ist, eine breite Öffentlichkeit für das Schicksal von Kindersoldaten zu sensibilisieren und wirksame Hilfe zu leisten."

Nationalsozialismus: Erinnerungstag im deutschen Fußball
- Gedenken, um nicht zu vergessen -

 
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